Saisonrückblick TTC 1 2021/22

Mit Vorfreude und Zuversicht blickte die 1. Mannschaft des TTC auf den Start der Saison 2021/2022, nach dem der TTBW die Runde zuvor pandemiebedingt bereits nach einem Spiel annullierte.

Nach dieser langen Phase ohne Trainingsmöglichkeiten und fehlender Spielpraxis war die Einschätzung des aktuellen Leistungszustandes und der damit verbundenen Zielsetzung für die bevorstehende Spielperiode schwierig. Hinzu kam das Wissen um die Tatsache, dass uns Markus Frank als nomineller Stammspieler lediglich für maximal drei Einsätze zu Verfügung stehen würde.

So fanden sich die Ergenzinger Mannen um den neuen Mannschaftführer Robin Kaiser, der den bisherigen Kapitän Christoph Hörmann aufgrund des noch frischen Familienzuwachses in dieser Rolle entlastete, nach sage und schreibe 363 Tagen der Wettkampfunterbrechung zum Saisonauftakt und der damit einhergehenden Standortbestimmung in der Oskar-Kalbfell-Halle des SSV Reutlingen wieder.

In einer umkämpften und ausgeglichenen Partie entwickelten sich viele hochklassige und umkämpfte Matches, in denen die Reutlinger jedoch etwas häufiger als die glücklichen Sieger hervorgingen, so dass man schlussendlich eine 6:9-Niederlage akzeptieren musste. Nichts desto trotz überwog die Freude endlich wieder die lodernden Emotionen des Wettkampfbetriebs erleben zu dürfen.

Für den 4 Wochen später folgenden Doppelspieltag war die Zielsetzung indessen klar. Wollte man mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben, mussten bei den neu hinzugestoßenen Aufsteigern SG Aulendorf und SV Schemmerhofen zweifelsohne zwei Siege her. Was auf dem Blatt Papier rechnerisch als reine Formsache erschien, erwies sich in der Praxis jedoch als mentale Herkules-Aufgabe.

Trotz strenger Corona-Auflagen, die zu diesem Zeitpunkt noch galten, fand man in Aulendorf ein begeistertes einheimisches Publikum von ca. 50 Personen vor, welches die Gastgeber mit lautstarkem Engagement nach vorne peitschte und uns damit zu Beginn der Partie eiskalt erwischte. So sah man sich nach dem ersten Durchgang bereits mit 4:5 im Hintertreffen, ehe man in einem überzeugenden zweiten Durchgang die fünf notwendigen Siege zum 9:5 Endstand einfuhr.

Am darauffolgenden Sonntagmorgen avancierte insbesondere unser Youngster Dominik Schnaidt zum Matchwinner, nach dem er seine erste Partie im fünften Satz nach Abwehr zweier Matchbälle noch zu seinen Gunsten entscheiden konnte und in seinem zweiten Spiel einen 0:2 Rückstand egalisierte, um damit den Schlusspunkt zum 9:5 Endstand zu setzen.

Im ersten Heimspiel der Saison empfing man anschließend den Meisterschaftsfavoriten SSV Ulm in der Ergenzinger Breitwiesenhalle. Dieser Rolle wurden die Ulmer definitiv gerecht. Zwar konnten wir zu Beginn unsere Heim- und Doppelstärke ausspielen und gingen somit kurzzeitig mit 4:2 in Führung, anschließend drehten die Gäste jedoch auf und ließen keinen weiteren Punktgewinn mehr bis zum 4:9 Endstand zu.

Eine richtungsweisende Begegnung, mit dem Blick auf die vorderen Tabellenränge, stand nachfolgend mit dem Spiel gegen den VFL Herrenberg auf dem Tableau. Mit einem phänomenalen Start von 3:0 in den Eingangsdoppeln standen alle Zeichen von Beginn an auf Sieg. Um so schwerer ließ sich der letztendliche Endstand von 8:8 verdauen und fühlte sich eher wie eine Niederlage an. Grund dafür waren die drei Einzel von Moritz Schulz, Michael Hörmann und Robin Kaiser, die jeweils eine 2:0 Satzführung nicht in zählbares für die Gesamtwertung umwandeln konnten sowie das Schlussdoppel Christoph Hörmann / Moritz Schulz, welches im Normallfall als Punktegarant gilt und auch hier eine 2:1 Führung im Schlussdoppel nicht ins Ziel bringen konnte.

So überwinterten wir nach zwei souveränen Siegen gegen den TV Rottenburg (9:1) und TV Calmbach (9:2), aufgrund der pandemiebedingten Rundenunterbrechung im Dezember, auf dem 3. Tabellenrang.

Nachdem der Spielbetrieb zum offiziellen Rückrundenstart nicht direkt wieder aufgenommen werden konnte, war schnell klar, dass diese Saison nur als „Einfachrunde“ zu Ende gespielt werden kann. Nach dem Rückzug des SV Leonberg/Eltingen blieb so von den neun erwarteten Partien nur noch eine ausstehende Begegnung gegen den SV Böblingen für uns übrig. Immerhin eine! Der SV Ulm konnte seine Meisterschaft indes mit der Verkündung dieser Entscheidung sofort feiern, da sie bereits alle Vorrundenspiele gespielt und gewonnen hatten.

Uns hingegen bot sich eine lange Zeit der Ungewissheit und diese zollte ihren Tribut. Nachdem klar war, dass das erreichen des Relegationsplatzes aus eigenen Kräften nicht mehr möglich, der Klassenerhalt jedoch gesichert ist, war die Luft nun komplett raus.

Trotz eines großen Zeitfensters und diversen Terminoptionen erwies sich die Terminfindung für das letzte noch ausstehende Rundenspiel als unvorstellbarer Kraftakt. Dankenswerterweise konnten wir durch die Bereitschaft von Fabius Gustedt und Fabian Schnaidt, nach ihrem Einsatz in der zweiten Mannschaft zusätzlich noch für die ersten Mannschaft in Böblingen anzutreten, die Runde doch noch zu einem sauberen Abschluss bringen und mussten das Spiel nicht kampflos an die Gastgeber abtreten.

In einem Spiel, in dem beide Mannschaft nicht an ihre Fähigkeiten und den Elan der vergangenen Spiele anknüpfen konnten, ging letztendlich der SV Böblingen mit 9:6 als Sieger hervor, was für die erste Mannschaft des TTC Ergenzingen unter dem Strich den 5. Tabellenplatz zum Ende dieser verkürzten Saison bedeutet.

Die Mannschaft fügt zu Robins Bericht noch hinzu:

Leider wird uns Robin Kaiser nach dieser Saison in Richtung seiner Heimat zur TTG Unterreichenbach verlassen. Wir möchten uns bei Robin für seinen Einsatz in den ganzen Jahren für den TTC bedanken. Er ist in all der Zeit immer ein Vorbild an Einsatz, Fairness, Sportlichkeit und Trainingsfleiß gewesen. Mit Robin verlässt uns ein Spieler, der vor allem auch menschlich ein großer Verlust für unsere Mannschaft ist und wir verbinden viele schöne und emotionale (Sport)momente miteinander. Wir wünschen ihm alles erdenklich Gute bei seinem Neustart in Unterreichenbach und hoffen, dass wir uns nach wie vor noch häufig begegnen.

Der TTC Ergenzingen hat sein einzig verbliebenes Spiel der Runde in der Tischtennis Verbandsliga am vergangenen Sonntag gegen den SV Böblingen ausgetragen. Der Verband hatte aufgrund der Coronapandemie entschieden, nur eine Halbrunde zu spielen. So hatten die Ergenzinger nur noch diese eine offene Spiel, das dazu tabellarisch gesehen keinerlei Wert hatte. „Wir alle fanden diese Entscheidung des Verbandes falsch. Wir hätten die gesamte Zeit über immer spielen dürfen, trotzdem hat der Verband die Rückrunde abgesagt. So wussten wir, dass wir von Januar bis zum erneuten Saisonstart im September nur noch dieses eine Spiel zu absolvieren haben. Da war es dann manchmal auch schwierig, die Motivation zu finden, jedes Mal ins Training zu gehen“, kommentierte Christoph Hörmann die Verbandsentscheidung.

Im Spiel gegen den SV Böblingen am Wochenende mussten die Ergenzinger auf ihren Spitzenspieler Christoph Hörmann verzichten und Mannschaftsführer Robin Kaiser trat an, obwohl er nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war. Im hinteren Paarkreuz spielten die beiden Youngster Fabian Schnaidt und Fabius Gustedt, die aber beide bereits am Samstag und am Sonntagmorgen mit der zweiten Mannschaft im Einsatz waren. Da auch die Böblinger mit Ersatz antraten, entwickelte sich ein offenes Spiel. Auf Ergenzinger Seite überzeugten die neu formierten Doppel Moritz Schulz und Fabius Gustedt, die direkt das gegnerische Spitzendoppel bezwangen, sowie das Brüderdoppel mit Dominik und Fabian Schnaidt, die ebenfalls sicher gewannen. In den Einzeln konnten Moritz Schulz und Jochen Raff am vorderen Paarkreuz insgesamt drei Punkte einfahren. Am mittleren Paarkreuz gelang Dominik Schnaidt ein Sieg über Florian Lukas. So stand am Ende eine 6:9 Niederlage, mit der die Ergenzinger die Saison mit 9:7 Punkten beenden. „Das war unter dem Strich eine unglückliche Runde aus unserer Sicht. Wir fanden in der Vorrunde lange nicht so in die Saison und als wir uns dann in die Runde hineingekämpft hatten, wurde sie erneut abgebrochen“, bilanzierte Christoph Hörmann. „Nun hoffen wir halt, wie schon die Jahre zuvor, dass wir nächstes Jahr dann eine ganz normale Saison spielen können.“

 

Der TTC Ergenzingen hat in der Tischtennis Verbandsliga die Heimspiele gegen den TV Rottenburg mit 9:1 und den TV Calmbach mit 9:2 gewonnen und klettert so mit 9:5 Punkten auf Rang 4. Die Ergenzinger wurden dabei ihrer Favoritenrolle gerecht und dominierten beide Partien von Anfang an.

Im Stadtderby gegen den TV Rottenburg gelang den Hausherren ein fulminanter Start in den Doppeln. Alle drei Paarungen des TTC siegten klar, somit war die Ausgangslage vor den Einzelbegegnungen perfekt. „Gegen Ende der Vorrunde kommen wir in den Doppeln immer besser in die Spiele. Mit solch einem Vorsprung in die Einzel zu gehen, ist einfach sehr beruhigend.“, stelle Dominik Schnaidt fest. Nachdem Christoph Hörmann, Moritz Schulz und Jochen Raff jeweils ohne Satzverlust gewannen, zweifelte wohl keiner mehr am ersten Heimsieg der Ergenzinger. Robin Kaiser lieferte sich gegen Igor Bazilyuk einen Schlagabtausch auf Augenhöhe, zog dann im Entscheidungssatz aber doch den Kürzeren. Am hinteren Paarkreuz punkteten Dominik Schnaidt und Michael Öhler, damit war es an Spitzenspieler Christoph Hörmann, die Punkte unter Dach und Fach zu bringen. Gegen Markus Leske spielte Hörmann gutes Tischtennis ging schnell mit 2:0 in Führung, doch der Rottenburger gab nicht auf und erzwang den Entscheidungssatz. In diesem bewies Christoph Hörmann starke Nerven und setzte so den Schlusspunkt zum verdienten 9:1 Sieg.

Schon am Sonntagmorgen fand man sich erneut in der Ergenzinger Halle ein und empfing die Gäste aus Calmbach, welche aufgrund unglücklicher Umstände nur mit 5 Spielern antreten konnten. Wie bereits am Tag zuvor überzeugten die Ergenzinger Doppelpaarungen. Sowohl Jochen Raff mit Robin Kaiser als auch Christoph Hörmann mit Dominik Schnaidt zeigten gute Leistungen und gewannen sicher. Der dritte Punkt ging kampflos an den TTC. In den Einzelpartien zeigten die Ergenzinger eine starke Leistung, bis zum Stand von 8:0 war für die gegnerische Mannschaft nicht einmal ein Satz zu holen. Am hinteren Paarkreuz konnte Markus Frank nicht sein bestes Tischtennis abrufen. Nach fünf spannenden Sätzen und einem vergebenen Matchball musste er am Ende doch seinem Gegner zum Erfolg gratulieren. Darauffolgend gestaltete sich für Christoph Hörmann eine schwierige Situation. Der Calmbacher Spitzenspieler Daniel Metzler spielte befreit auf und zeigte teilweise nahezu fehlerfreies Angriffstischtennis. Dem könnte Hörmann nicht viel entgegensetzen und unterlag in drei Sätzen. Am Nebentisch überzeugte Moritz Schulz erneut, mit cleveren Platzierungen und knallharten Topspins bezwang er Armin Bacher in vier Sätzen. Damit war auch der zweite Heimsieg perfekt

„An diesem Wochenende haben wir voll und ganz überzeugt. Jetzt gilt es, diese Form für die letzten beiden Vorrundenspiele beizubehalten.“, so Dominik Schnaidt. 

Am kommenden Samstag tritt der TTC Ergenzingen zum Nachholspiel beim SV Böblingen an. Dieser rangiert mit 8:4 Punkten einen Tabellenplatz hinter den Ergenzingern, sodass ein knappes Spiel erwartet werden kann.

Der TTC Ergenzingen hat in der Tischtennis Verbandsliga im Derby gegen den VFL Herrenberg 8:8 unentschieden gespielt. Damit stehen die Ergenzinger mit nun 5:5 Punkten im Mittelfeld der Tabelle. „Das war leider ein total verschenkter Punkt. Ich denke wir hätten den Sieg hier verdient gehabt. Wir haben aber leider zu viele Chancen, das Spiel vorzeitig zu entscheiden, ungenutzt gelassen“, analysierte Jochen Raff.

Dabei startete der TTC Ergenzingen fulminant in die Partie: die Doppel Christoph Hörmann und Moritz Schulz gegen Reger/ Sanfilippo sowie Jochen Raff und Robin Kaiser gegen Schönhaar/ Hering siegten sicher und brachten ihre Farben gleich zu Beginn in Führung. Anschließend überzeugte das Dreierdoppel mit Dominik Schnaidt und Michael Hörmann in ihrem Duell gegen Georg Gerlach/ El Haj Ibrahim ebenfalls: Obwohl die beiden erst ihr zweites gemeinsames Doppel in dieser Saison bestritten, harmonierten sie auf ganzer Linie, spielten taktisch auf hohem Niveau und siegten letztlich mit 12:10 im fünften Satz. Erstmals in dieser Saison führten die Ergenzinger damit mit 3:0 vor den Einzeln.

Doch in diesen mussten die Ergenzinger in der ersten Runde gleich zwei Nackenschläge verkraften. Moritz Schulz gegen Schönhaar und Michael Hörmann gegen Gerlach lagen jeweils mit 2:0 Sätzen in Führung, mussten aber am Ende ihren Gegnern noch gratulieren. So standen in der ersten Einzelrunde lediglich die beiden überzeugenden Siege von Jochen Raff gegen den ehemaligen Ergenzinger Domenico Sanfilippo und dem furios aufspielenden Robin Kaiser gegen Max Hering auf der Anzeigetafel. In der zweiten Einzelrunde erspielten Moritz Schulz gegen Reger und Jochen Raff gegen Hering zwei souveräne Siege und brachten ihre Farben damit mit 7:5 in Führung. Doch im Duell zwischen Robin Kaiser und Sanfilippo spielte sich der nächste Tischtenniskrimi ab, abermals mit dem besseren Ende für die Herrenberger: Kaiser führte bereits mit 2:0 Sätzen, ehe Sanfilippo sich immer besser ins Spiel hineinkämpfte und der Ergenzinger letztlich die weiteren drei Sätze mit 10:12, 8:11, 10:12 verlor. „Glücklicherweise hat unser Youngster Dominik Schnaidt in dieser herausfordernden Situation gute Nerven bewiesen“, sagte Jochen Raff. Durch seinen knappen 3:1 Erfolg über den bis dato in dieser Saison ungeschlagenen Georg Gerlach sammelte er den achten Punkt. „Natürlich hatten wir dann die große Hoffnung, dass wir das Spiel dann auch gewinnen. Unser Schlussdoppel ist an sich eines der besten der Liga“. Doch an diesem Tag glückte den Ergenzingern in den knappen Spielsituationen wenig. Nach einer 2:1 Satzführung ließen sich Christoph Hörmann und Moritz Schulz noch die Butter vom Brot nehmen und die beiden unterlagen schlussendlich noch mit 10:12 im Entscheidungssatz, womit sich die Herrenberger am Ende noch den einen Punkt retteten.

Am nächsten Wochenende empfängt der TTC Ergenzingen am Samstag den TV Rottenburg zum Derby und am Sonntag gastiert der TV Calmbach in der Ergenzinger Breitwiesenhalle.

 

Der TTC Ergenzingen hat in der Tischtennis Verbandsliga sein erstes Heimspiel seit 14 Monaten gegen den Tabellenführer SSV Ulm mit 4:9 verloren. Zu Beginn hielten die Spieler um Mannschaftsführer Robin Kaiser noch gut dagegen, letztendlich waren die Titelaspiranten aus Ulm aber nicht zu schlagen. „Die spielen aktuell in einer anderen Liga als wir, da hätten wir schon alle auf absolutem Topniveau spielen müssen“, analysierte Christoph Hörmann.

In den Doppelpartien kam endlich wieder die altbekannte Stärke der Ergenzinger zum Vorschein. Das Doppel Hörmann/Schulz siegte in vier Sätzen, Jochen Raff und Robin Kaiser zeigten Nervenstärke und rangen das Spitzendoppel der Gäste in fünf Sätzen nieder. Lediglich Dominik Schnaidt und Michael Öhler waren chancenlos.

Am vorderen und mittleren Paarkreuz wurden die Punkte geteilt. Jochen Raff behielt in einem taktischen Spiel gegen Sill die Oberhand, Moritz Schulz bot nach einem 0:2 Satzrückstand sensationelles Tischtennis und ließ dem Ulmer Spitzenspieler Elseberg mit seinen variablen Platzierungen und aggressiven Topspins keine Chance. Leider sollten dies die letzten Zähler für die Hausherren bleiben. Hinten bot Michael Öhler dem klar favorisierten Gegenspieler Orlov lange Widerstand, für den Sieg reichte es letztendlich nicht. Dominik Schnaidt kämpfte sich nach einem 0:2 Satzrückstand noch einmal heran, musste schlussendlich aber doch dem Gegner nach fünf Sätzen gratulieren.                                                                                                                                                  

Während für Christoph Hörmann, Jochen Raff und Robin Kaiser gegen ihre zu stark aufspielenden Gegner nichts mehr zu holen war, bot Moritz Schulz noch einmal ein spielerisches Highlight:

Gegen den überragend aufspielenden Ulmer Youngster Braunwarth ergaben sich über fünf Sätze lang spektakuläre Ballwechsel, die alle Anwesenden in der Ergenzinger Breitwiesenhalle begeisterten. In langen Topspin Duellen und einigen Schuss-gegen-Abwehr Rallyes demonstrierten beide Akteure ihr Können. Dennoch wurde Moritz Schulz für seine tolle Leistung nicht belohnt, der an Spannung nicht zu überbietende Entscheidungssatz endete zugunsten der Gegner vom SSV Ulm.

„Jetzt gilt es alle Kräfte zu bündeln um im Derby gegen Herrenberg wieder eine bessere Leistung zu zeigen“, so Christoph Hörmann im Hinblick auf den kommenden Samstag.

Von Christoph Hörmann

Der TTC Ergenzingen hat in der Tischtennis Verbandsliga seine beiden Auswärtsspiele im Oberschwäbischen bei der SG Aulendorf und dem SV Schemmerhofen jeweils mit 9:5 gewonnen. Dabei taten sich die Mannen um Mannschaftsführer Robin Kaiser in den Spielen gegen die beiden Aufsteiger schwer, konnten sich letztlich dennoch jeweils knapp durchsetzen. Die Ergenzinger rangieren mit jetzt 4:2 Punkten im Mittelfeld der Tabelle.

„Wir hatten jetzt vier Wochen Wettkampfpause. Das hat man uns angemerkt. Wir haben gegen Aulendorf lange gebraucht, um das Spiel anzunehmen und in Fahrt zu kommen“, bilanzierte Robin Kaiser. Nachdem die Ergenzinger vor den lautstarken 50 Aulendorfer Zuschauern in einem emotional geführten Spiel mit 4:5 in Rückstand lagen, drehten sie das Match mit fünf relativ klaren Erfolgen und brachten damit den Sieg unter Dach und Fach. Dabei zeigten Moritz Schulz, Robin Kaiser und Dominik Schnaidt in dieser schwierigen Spielsituation eine starke Leistung bei ihren Erfolgen und sie fuhren ihre jeweils ersten Einzelsiegen der laufenden Saison ein. Überzeugend agierten Christoph Hörmann und Jochen Raff, die ihre beiden Einzel jeweils gewinnen konnten, sowie Michael Hörmann, der sein Doppel an der Seite von Dominik Schnaidt und sein Einzel gegen Mayer jeweils sicher mit 3:0 gewinnen konnte.

Am frühen Sonntagmorgen gegen den SV Schemmerhofen konnten sich die Ergenzinger auf ihre Nervenstärke verlassen. Insgesamt setzten sie sich in sechs von acht Spielen, die in den Entscheidungssatz gingen, durch. Dabei gewann der TTC Ergenzingen erstmals in dieser Saison zwei Eingangsdoppel durch Christoph Hörmann/ Moritz Schulz und Jochen Raff/ Robin Kaiser. In den Einzeln überzeugte Jochen Raff mit zwei klaren Erfolgen am mittleren Paarkreuz gegen Ginter und Wenger. Damit steht er in der Mitte bei einer beeindruckenden 6:0 Bilanz. Zum Matchwinner avancierte Youngster Dominik Schnaidt: Im ersten Spiel gegen Zgorzelski setzte er sich im fünften Satz noch nach Abwehr zweier Matchbälle durch. In seinem zweiten Spiel gegen Henrich lag er mit 0:2 Sätzen zurück, ehe er sich auf seine Stärken besann und mit gefährlichen Aufschlägen und variablen Vorhandtopspins das Spiel noch drehte und damit den Schlusspunkt zum 9:5 Auswärtssieg setzte.

„Wir waren spielerisch sicherlich nicht in unserer besten Verfassung. Aber jetzt sind die ersten vier Punkte eingefahren und wir können die nächsten Spiele etwas entspannter angehen“, sagte Robin Kaiser.

Nach zwei weiteren Wochen Pause empfängt der TTC Ergenzingen den Meisterschaftsfavorit SSV Ulm zum ersten Heimspiel der Saison.

Der TTC Ergenzingen hat zum Auftakt der neuen Tischtennis Verbandsliga Saison im Derby beim ruhmreichen SSV Reutlingen eine unglückliche 6:9 Niederlage einstecken müssen. In einer umkämpften und ausgeglichenen Partie entwickelten sich viele hochklassige und umkämpfte Matches, in denen die Reutlinger meist als die etwas glücklicheren Sieger hervorgingen. „Unterm Strich ist es natürlich bitter, im ersten Spiel nach einem Jahr Wettkampfpause zu verlieren, aber wir sind trotz allem glücklich, dass die Saison jetzt endlich losgegangen ist und wir unseren geliebten Sport wieder im Punktspielbetrieb ausüben können. Dieses positive Gefühl überwiegt heute“, sagte Moritz Schulz nach Spielende.

Im Spiel gegen den ehemaligen Europapokalsieger und deutschen Meister gab es für die Ergenzinger einige Schlüsselduelle, die allesamt an den Gegner gingen. Bereits in den Doppeln entwickelte sich im Duell zwischen Dominik Schnaidt und Michael Öhler gegen Marco Kieselbach und Markus Metzger ein Krimi, als die beiden Ergenzinger einen 0:2 Satzrückstand egalisierten, im fünften Satz bereits mit 9:6 in Führung lagen, um am Ende doch noch zu unterliegen. Auch in den Einzeln am hinteren Paarkreuz spielten sich beim Stand von 7:6 für Reutlingen dramatische Szenen ab: Dominik Schnaidt drehte nach verlorenem ersten Satz vermeintlich die Partie und lag im dritten bereits mit 7:2 in Führung und überzeugte mit guten Aufschlägen und variablen Topspins. Doch leider konnte er sein Spiel nicht konstant auf die Platte bringen und unterlag in den nächsten beiden Sätzen mit 12:14 und 13:15. So war es an Michael Öhler seine Mannschaft wenigstens noch in das Schlussdoppel zu bringen. Er setzte seinen Gegner Marco Kieselbach mit aggressiver und laufstarker Spielweise auch von Beginn an unter Druck und ging mit 2:1 Sätzen in Führung. Doch in einem Spiel auf des Messers Schneide war der Reutlinger am Ende im fünften Satz mit 11:9 der glückliche Sieger und sicherte seiner Mannschaft den 9:6 Erfolg. So avancierte Marco Kieselbach zum Reutlinger Matchwinner: Er gewann sowohl das Doppel als auch beide Einzel im fünften Satz mit dem denkbar knappsten Ergebnis 11:9. „Vermutlich war er beim Sportpsychologen während der Coronapause“, schmunzelte Moritz Schulz anerkennend über den sich so nervenstark präsentierenden Kontrahenten.

Die Ergenzinger Zähler holten das Paradedoppel Christoph Hörmann und Moritz Schulz und in den Einzeln Christoph Hörmann am vorderen Paarkreuz und Jochen Raff am mittleren Paarkreuz mit jeweils zwei Einzelsiegen, bei denen beide eine starke Frühform präsentierten.

Der TTC Ergenzingen hat nun einige Wochen spielfrei, da der kommende Gegner SV Böblingen derzeit seine Halle umbaut und daher das Spiel verlegt werden muss. So greifen die Ergenzinger erst wieder Mitte Oktober ins Spielgeschehen ein, wenn ein Auswärtsdoppelspieltag in Oberschwaben bei den beiden Aufsteigern SG Aulendorf und SV Schemmerhofen ansteht.