Mit anderen Vorzeichen als in der abgelaufenen Saison startet der TTC Ergenzingen in die Verbandsligarunde Südost 2026/27. Nach dem schmerzhaften Abgang von unserer Nummer 2 Moritz Schulz zum TuS Metzingen und einer Auszeit unseres Spitzenspielers Christoph Hörmann, muss man mit mannschaftlicher Geschlossenheit halbwegs versuchen den nicht zu ersetzenden Qualitätsverlust zu kompensieren. Gelingen soll das unter anderem mit dem Neuzugang am mittleren Paarkreuz Marco Kieselbach, der vom SSV Reutlingen zum TTC Ergenzingen gewechselt ist und uns nicht nur spielerisch verstärkt, sondern der Mannschaft mit seiner Mentalität auch neuen Esprit verleiht. Für die nötige Portion Erfahrung holt man sich noch Peter Buckenmaier ins Boot.

Mit Blick auf die starke Konkurrenz und dem Fakt, dass 40% der Mannschaften in der Liga absteigen werden, waren die ersten zwei Spiele am 03. Und 04. Oktober wegweisend. Mit dem SV Amtzell und dem SC Staig 2 kamen zwei Mannschaften in die Breitwiesenhalle, die auf Papier auf Augenhöhe waren.

Das erste Saisonspiel gegen Amtzell zu ungewohnter Spielzeit am Samstagmittag 14:30Uhr entwickelte sich direkt zu einem fast 4 Stunden andauernden Krimi.

Das neue Doppel 1 Jochen Raff/Marco Kieselbach gewannen ihr Debütdoppel mit 3:1 gegen Mathias Aumann und Lukas Müller. Ebenfalls neu zusammen spielen Fabian Schnaidt/Peter Buckenmaier und hatten als Doppel 2 eine sehr schwierige Aufgabe vor sich. Gegen Felix Wigand und Leo Kempter waren beide aber direkt gut im Spiel und man musste sich am Ende nur knapp mit 8:11 geschlagen geben, dennoch eine starke Leistung der beiden. Das Einzige Doppel welches aus dem Vorjahr gleich geblieben ist, ist Dominik Schnaidt/Johannes Gollub. Nach einem verschlafenen ersten Satz steigerten sich beide, gewannen Satz 2 klar und holten sich Satz 3 & 4 beide mit 12:10 und damit auch den Sieg.

Danach musste sich unsere neue Nummer 1 Jochen Raff dem starken Leo Kempter geschlagen geben, ehe Fabian Schnaidt das erste Ausrufezeichen setzen konnte. Gegen die Nummer 1 aus Amtzell Felix Wigand zeigte er eine Klasse Leistung mit seinem facettenreichen Abwehrspiel, kam von einem 1:2 Satzrückstand zurück und gewann Satz 4 & 5 mit 11:6 und 11:5.

Am mittleren Paarkreuz musste Dominik Schnaidt seinem Gegner Jan Aumann nach vier gespielten Sätzen zum Sieg gratulieren, während Marco Kieselbach in seinem Debüt eine phänomenale Partie aus dem Hut zauberte. Mit gut gesetzten Aufschlägen und dem vielleicht härtesten Vorhand Topspin im Verein gelang es ihm Mathias Aumann in 5 Sätzen zu besiegen.

Bei den sehr ansprechenden Einzelleistungen bisher, konnte das hintere Paarkreuz rund um Peter Buckenmaier und Johannes Gollub nicht ganz mithalten. Peter verlor gegen den 12 jährigen Lukas Müller 1:3 und Johannes Gollub musste seinem Vater Andreas Müller nach fünf Sätzen gratulieren.

Die nächsten drei Spiele gingen ebenfalls über die volle Distanz und waren Ausdruck einer zu jedem Zeitpunkt offenen Begegnung. Zwei der drei Fünfsatzspiele konnte man für sich entscheiden (Jochen Raff und Dominik Schnaidt), einzig Fabian Schnaidt konnte seine hervorragende Leistung an diesem Tag nicht krönen. Er unterlag nach hartem Kampf Leo Kempter mit 8:11 im Entscheidungssatz.

Nachdem die Spiele am hinteren Paarkreuz schon ausgespielt waren und Peter Buckenmaier Andreas Müller unterlag und Johannes Gollub sich gegen Lukas Müller durchsetzen konnte, vergoldete Marco Kieselbach seinen exzellenten Tag. Mit einem 3:1 über Jan Aumann war es sein dritter Punktgewinn für die Mannschaft und er brachte sein Team mit 8:7 in eine gute Ausgangsposition vor dem Schlussdoppel.

Hier standen sich Jochen Raff/Marco Kieselbach und Felix Wigand/Leo Kempter gegenüber. Die ersten vier Sätze waren ziemlich eindeutig und wurden untereinander geteilt. Im alles entscheidenden Satz 5 war es dann das Ergenzinger Duo, welches sich bis 10:6 einen Vorsprung und vier Matchbälle erspielen konnte. Für die perfekte Dramaturgie war es dann bei 10:9 der erlösende Ballwechsel, der bei den Männern aus Ergenzingen die Jubelschreie aufkommen ließ und man sich in den Armen lag.

Unterm Strich ein enorm wichtiger Sieg, durchaus mit ein Quäntchen Glück auf unserer Seite bei insgesamt 655:655 gespielten Bällen. Eine starke Performance mit drei gewonnenen Doppeln und Marco Kieselbach als Spieler des Tages.

 

Nach dem emotionalen Hoch erwartete uns die zweite Mannschaft aus Staig, die nicht in Bestbesetzung antraten und daher war man in der seltenen Rolle des Favoriten.

Umso wichtiger, dass man direkt alle drei Eingangsdoppel gewinnen konnte. Diesmal konnten sich Fabian Schnaidt und Peter Buckenmaier gegen das Einserdoppel Phillipp Aßfalg und Lukas Aßfalg mit einem Sieg belohnen. Nach 1:2 Rückstand spielten beide zusammen ein hohes Niveau und gewannen zweimal mit 11:3.

Fabian Schnaidt war wieder drauf und dran die Nummer 1 Louis Häußler zu bezwingen, doch eine knappe Fünfsatzniederlage stand am Ende zu Buche.

Dafür gab es im Anschluss reihenweise Siege zu verbuchen: Jochen Raff gewann in vier Sätzen gegen Phillipp Aßfalg, Dominik Schnaidt zeigte eine konstant hohe Leistung gegen Armin Prohaska und konnte sich genauso in drei Sätzen durchsetzen wie Peter Buckenmaier gegen Timo Haller, der dafür aber unzählige Satzbälle erfolgreich abwehren musste. Marco Kieselbach entschloss sich weiterhin nicht zu verlieren im Ergenzinger Trikot und verbuchte einen 3:1 Erfolg gegen Sebastian Abele.

Dadurch lag man schon ziemlich komfortabel mit 7:1 in Führung. Johannes Gollub verlor sein Einzel gegen Lukas Aßfalg und Fabian Schnaidt musste ebenso noch eine Niederlage hinnehmen. Dafür gewann im Spiel des Tages und im Duell der beiden Topspieler Jochen Raff mit 11:8 im fünften Satz gegen Louis Häußler und Dominik Schnaidt ließ bei seinem Sieg und dem neunten Punkt nichts anbrennen.

Damit startet man sehr erfolgreich mit 2 Siegen in die Verbandsliga Saison, weiß aber gleichzeitig um die Stärke der kommenden Gegner. Das nächste Spiel findet dann am 18.10 gegen den TuS Metzingen statt, hier geht es dann für uns erstmals in eine fremde Halle und es kommt zum Wiedersehen mit einem alten Bekannten

 

Nach einem Jahr in der Verbandsoberliga war die Erste Mannschaft des TTC Ergenzingen wieder zurück in der Verbandsliga Süd, mit dem festen Ziel, wieder oben anzugreifen und nach der Meisterschaft zu greifen. Nach dem Abgang von Steffen wurde unsere Mannschaft durch Johannes Gollub am hinteren Paarkreuz verstärkt, sodass wir erneut eine starke Truppe ins Rennen schicken konnten, mit der wir auch den vermeintlich klaren Favoriten aus Ulm ärgern wollten.

Der Start war dabei sehr verheißungsvoll, nach dem Pflichtsieg in Ottenbronn zeigten wir direkt am zweiten Spieltag eine gigantische Leistung gegen die Stadtrivalen vom TV Rottenburg und setzten ein erstes Statement in Richtung der Konkurrenz.

Nicht weniger erfolgreich performten wir am Doppelspieltag in Amtzell und Weingarten, bei dem vor allem Jochen Raff glänzte. Aber nicht etwa an der Platte, hier agierte er souverän wie immer, sondern viel mehr beim anschließenden Club-Besuch mit den Brüdern Schnaidt. Mit seinen eleganten Moves im FRIDAS in Ravensburg bei der Latino-Technoparty ließ der Tanzgott aus dem Schwarzwald mehr Herzen schmelzen als Clooney und mehr Kinnläden zu Boden fallen als Klitschko und sorgte damit sowohl für uns, als auch für das Ravensburger Nachtleben für ein unvergessliches Highlight.

Selbst solche Eskapaden konnten uns zunächst nicht stoppen, Pflichtsiege gegen Calmbach und Reutlingen sowie eine weitere Meisterleistung gegen Herrenberg festigten unsere Position an der Tabellenspitze. Mit entsprechend breiter Brust traten wir dann beim Meisterschaftskonkurrenten in Ulm an, doch hier wurden wir schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Mit einer herben Niederlage wurden wir hier nach Hause geschickt, nach einem weiteren kleinen Stolperer beim 8:8 gegen Gärtringen lagen wir zur Halbzeit auf dem zweiten Rang. Damit waren wir eigentlich in einer guten Angriffsposition für die Rückrunde, doch die Bekanntgabe von unserem langjährigen Mannschaftsfreund und Topspieler Moritz, den Verein zu verlassen, veränderte die Dynamik. Wir wussten, dass ein Aufstieg mit diesem Verlust ergebnisunabhängig sinnfrei wäre, weshalb die Gier auf die Aufstiegsplätze naturgemäß nachließ. So hagelte es gegen Herrenberg eine weitere Niederlage, auch im Derby in Rottenburg ließen wir einen Punkt liegen. Nun hatte es Gärtringen selbst in der Hand, den zweiten Platz vor uns zu behaupten. In diesem Spiel glänzten wir allerdings nochmal au ganzer Linie, weshalb uns auch die zweite Niederlage gegen den späteren Meister aus Ulm die Vizemeisterschaft nicht mehr nehmen konnte.

Dieser Erfolg rückte jedoch umso schneller komplett in den Hintergrund, als auch unser Spitzenspieler Christoph bekannt gab, eine Tischtennispause einzulegen. So standen wir mit gewonnener Vizemeisterschaft, aber mit verlorenem vorderen Paarkreuz da. Aber trotz ungewisser Zukunft blicken wir auf eine weitere erfolgreiche Saison zurück und erinnern uns an all die schönen Momente, die wir als Team an und abseits der Platte erleben durften.

Danke an Fabius, der uns im letzten Spiel gegen Weingarten hervorragend unterstützt hat.

Christoph wünschen wir eine gute Auszeit, in der er sich von uns ein wenig erholen kann und in Ruhe an neuen, innovativen Deine-Mudder-Sprüche arbeiten kann. Genieß die Zeit und komm bald wieder!

Zuletzt müssen wir uns nun mit einem lachenden und einem weinenden Auge von Moritz verabschieden. Danke Moritz, für all die Momente und die Erfolge, die wir zusammen erleben durften. Danke für alles, was du in unserer Mannschaft und vor allem in unserem Verein geleistet hast und alles Gute für deine Zukunft! Ein Abschied muss nie für immer sein…

Bilanzen

Christoph Hörmann          32:4

Moritz Schulz                  19:12

Jochen Raff                    23:7

Fabian Schnaidt              14:12

Dominik Schnaidt            13:10

Johannes Gollub              8:13

Fabius Gustedt                1:0

Erwähnenswert:

Doppel Hörmann/Raff      19:1