In der Tischtennis Verbandsliga unterstrich der TTC Ergenzingen am Samstagabend seine starke Form einmal mehr. Gegen den leicht ersatzgeschwächten Tabellenführer aus Donzdorf triumphierten die Männer aus dem Gäu mit 9:4 und feierten damit ihren dritten Heimsieg in Folge.
„Trotz der Ausfälle im gegnerischen Team sind wir heute als Außenseiter angetreten, an der Platte haben wir aber gezeigt, dass wir jeden schlagen können. Besonders unser vorderes Paarkreuz war heute von einem anderen Stern!“, schwärmte Mannschaftsführer Dominik Schnaidt nach Spielende.
Mit dem wiedergenesenen Fabian Schnaidt konnten die Hausherren auf ihre gewohnte Doppelaufstellung zurückgreifen. Nach den Erfolgen der jeweiligen Spitzendoppel lag es wie so oft am Doppel Drei, die Richtung für die weitere Partie vorzugeben. Diese Aufgabe meisterten Dominik Schnaidt und Johannes Gollub gegen Fabian Friedel und Robson Zeiler mit Bravour und schickten ihr Team mit der wichtigen Führung in die Einzelbegegnungen. Jochen Raff wackelte dabei gegen Wolfram Geiger nur kurz, ließ dann aber nichts mehr anbrennen. Am Nebentisch brillierte Fabian Schnaidt gegen Stefan Schröter mit seiner Defensivkunst, mutierte zeitweise in eine undurchdringbare Ballwand und brachte seinen Gegner damit an den Rand der Verzweiflung. Im Entscheidungssatz legte Schnaidt gar noch eine Schippe drauf, spielte nahezu fehlerfrei und belohnte sich mit dem Sensationssieg gegen den Donzdorfer Topspieler. Am mittleren und hinteren Paarkreuz wurden anschließend die Punkte geteilt, hier festigten Dominik Schnaidt und Peter Buckenmeier gegen Fabian Friedel und Simon Schweizer die 6:3 Führung zur Halbzeit für den TTC. Anschließend spielte sich am vorderen Paarkreuz eine Wiederholung der Glanzleistungen aus der ersten Runde ab. Fabian Schnaidt hielt Wolfram Geiger sicher in Schach, Jochen Raff gelang es ebenfalls, seinen Kontrahenten Stefan Schröter bis in den finalen fünften Satz zu zwingen. Beide Akteure duellierten sich bis in die Satzverlängerung auf Augenhöhe, ehe Jochen Raff die Nerven behielt und den Tisch unter tosendem Jubel als Sieger verließ. Nachdem Dominik Schnaidt gegen Christian Geiger nichts auszurichten hatte, war es an Neuzugang Marco Kieselbach, dem Abend die Krone aufzusetzen. Gegen Fabian Friedel bahnte sich der nächste Nervenkrimi an, doch auch hier bewies Kieselbach das ruhigere Händchen in den entscheidenden Situationen und zog den Schlussstrich für den TTC Ergenzingen.
„Gerade sind wir das Dark Horse der Liga. Vor der Saison hat keiner mit uns gerechnet, aber spätestens jetzt weiß jeder, dass wir alles andere als leicht zu schlagen sind“, zeigte sich Dominik Schnaidt angriffslustig mit Blick auf die kommenden Partien. Nach zwei spielfreien Wochenenden empfängt der TTC Ergenzingen am 14. November die TTF Altshausen und wird alles daransetzen, die Heimserie weiter auszubauen.