Nach desaströsem Doppelspieltag erscheint der Abstieg des TTC Ergenzingen unausweichlich

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Dem TTC Ergenzingen bot sich am vergangenen Wochenende die wohl letzte Gelegenheit, den Anschluss im Kampf um den Klassenerhalt in der Tischtennis Verbandsoberliga wiederherzustellen. Doch in den Duellen gegen den VfL Kirchheim und den TSV Oberbrüden spielten die Männer vom TTC deutlich unter ihren Möglichkeiten und verloren beide Partien mit 3:9.

Am frühen Samstagabend empfing man, noch recht euphorisch, die Gäste aus Kirchheim. Jene Euphorie sollte aber bald schon verschwunden sein. Denn gleich alle drei Doppelpaarungen gingen an die Gäste, und so sah sich Christoph Hörmann vor dem ersten Einzel des Tages gegen Michael Roll bereits mit einem 0:3-Rückstand konfrontiert. Dem Druck hielt er gut stand und brachte den TTC Ergenzingen endlich auf die Punktanzeige. Der Rückstand vergrößerte sich aber umgehend wieder, da Moritz Schulz gegen Simon Geßner keine Mittel fand und auch Jochen Raff trotz zwischenzeitlicher 2:0-Führung gegen Klaus Hummel den Kürzeren zog. Steffen Leuze und Fabian Schnaidt überzeugten gegen Patrick Strauch und Michael Hohl, doch der letzte Funke Hoffnung erlosch schnell. Gegen Sven Körner und Simon Geßner war Dominik Schnaidt und Christoph Hörmann kein Satzgewinn vergönnt, zwei bittere Fünfsatz-Niederlagen von Moritz Schulz gegen Michael Roll und Jochen Raff gegen Patrick Strauch markierten den Schlusspunkt der Misere.

Durch diese Niederlage schien der Relegationsplatz bereits in unerreichbare Ferne gerückt zu sein, doch die kleine, noch verbliebene Chance wollte man Tags darauf mit einem Sieg in Oberbrüden unbedingt wahren und ging dementsprechend motiviert in die Partie. Die am Vorabend ausgeklügelte taktische Umstellung der Doppelpaarungen brachte allerdings nicht den erhofften Erfolg. Fabian und Dominik Schnaidt konnten gegen Florian Šaljani und Oliver Letzgus nie zu ihrer Form finden, ähnlich erging es Christoph Hörmann und Moritz Schulz gegen Juraj Zatko und Daniel Quiram am Nebentisch. Lediglich Jochen Raff und Steffen Leuze ergatterten den erhofften Punkt im Dreierdoppel gegen Roman Domagala und Jonah Senge. Die Ausgangslage schien also trotzdem um einiges besser zu sein als am Vorabend, die anschließende Niederlage von Moritz Schulz gegen Juraj Zatko glichen Christoph Hörmann und Steffen Leuze durch dominante Siege gegen Florian Šaljani und Daniel Quiram aus und stellten auf 3:3, nichtsahnend, dass dies die letzten Momente der Freude sein sollten. Gegen Routinier Roman Domagala war Jochen Raff nahezu machtlos, auch die Brüder Schnaidt verließen die Boxen nach jeweils vier Sätzen gegen Jonah Senge und Oliver Letzgus mit gesenkten Häuptern. Christoph Hörmann, Moritz Schulz und Jochen Raff bäumten sich allesamt nochmals auf, doch keinem der drei Akteure war ein weiterer Sieg vergönnt.

„Wir haben bis zum Ende gekämpft und alles gegeben, doch manchmal soll es einfach nicht sein. In dieser Liga müssen wir in jedem Spiel unser allerbestes Tischtennis spielen, um Siege zu holen, das haben wir an diesem Wochenende nicht geschafft und somit verdient verloren“, zeigte sich Mannschaftsführer Dominik Schnaidt im Anschluss selbstkritisch.

Trotz der bitteren Niederlagen steckt der TTC Ergenzingen den Kopf nicht in den Sand und wird in den kommenden Wochen alles geben, um weitere Punkte in der Verbandsoberliga zu sammeln. Denn abgerechnet wird bekanntlich erst am Ende.

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